Ursprünglich veröffentlicht am 30.05.2009 ist Marcos „Ehrenkodex für Pädophile“ zu einem festen Betsnadteil von SuH geworden. Unser Team steht heite nicht mehr hinter allen Formulierungen von damals, aber das soll uns nicht abhalten zu würdigen was schon so lange unsere Seite ziert und immer wieder auch bei unserer Leserschaft ausdrücklich Anklang findet. Immer wieder bekommen wir etwa auch heute noch Dankes-E-Mails ausdrücklich für diesen Ehrenkodex.
(Unsere aktuellen Sichtweisen und Gedanken können Sie den aktuelleren Abschnitten dieser Webseite entnehmen)

Ehrenkodex für Pädophile

von Marco (3. April 2010)

Als pädophil empfindender Mensch ist mir bewusst, dass meine sexuelle Ausrichtung für Kinder problematisch und gefährlich sein kann. Dennoch nehme ich die Pädophilie als Bestandteil meiner Persönlichkeit an und bemühe mich, stets verantwortungsvoll und gewissenhaft mit meiner Sexualität umzugehen. Ich erkenne die Tatsache an, dass Kinder und Erwachsene sich sowohl biologisch als auch entwicklungspsychologisch auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen befinden. Es kann daher keine einvernehmliche Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen geben.

Deshalb bin ich bereit, zum Wohl der Kinder auf das Ausleben meiner Sexualität grundsätzlich zu verzichten. Jeder sexuelle Kontakt mit einem Kind ist nicht nur ein Verstoß gegen die Würde des Kindes, sondern auch gegen meine Ehre als Pädophiler. Meine Pädophilie wird mir eine lebenslange Arbeit an meiner gesamten Persönlichkeit abverlangen. Die nachfolgenden zehn Punkte bilden das Grundgerüst einer verantwortungsvollen pädophilen Ethik. Dieser Ehrenkodex ist Ausdruck einer freiwilligen Selbstverpflichtung ‒ basierend auf dem Gedanken, dass ich weder die Würde des Kindes noch meine eigene Ehre als Pädophiler verletzen darf.

1.) Achtung vor der Würde des Kindes

Die Würde der Kinder soll die oberste Richtschnur meines Handelns sein. Wo immer ich mit Kindern zu tun habe, werde ich ihnen mit Respekt und Achtung gegenübertreten. Ich achte sie als Menschen mit eigenen Persönlichkeitsrechten, über die man sich niemals hinwegsetzen darf.

2.) Achtung vor mir selbst

Auch mit mir selbst werde ich stets achtsam und geduldig umgehen. Für meine Gefühle und Gedanken mache ich mir keine Vorwürfe. Niemand ist verantwortlich für seine sexuellen Gefühle, sondern nur dafür, was er daraus macht und wie er damit umgeht. Wegen meiner pädophilen Ausrichtung werde ich mich niemals verurteilen. Ich werde mich dafür weder schlecht noch schuldig fühlen.

Nur wer liebevoll mit sich selbst umgeht, kann auch verantwortlich mit seiner Sexualität umgehen. Wer Kinder missbraucht, geht gleichzeitig auch sehr lieblos mit sich selbst um ‒ und missachtet seine eigene Würde als Pädophiler.

3.) Anerkennung der Unterschiede

Ich nehme Kinder als junge Menschen wahr, die sich im Wachstum und in der Entwicklung befinden. Ich behandele sie nicht wie kleine Erwachsene, sondern achte ihre entwicklungsbedingten Bedürfnisse und Grenzen. Sofern ich Kontakt zu Kindern habe, werde ich mir bewusst machen, dass es sich nicht um einen Kontakt auf gleicher Ebene handelt, sondern dass ich als Erwachsener eine allgegenwärtige Verantwortung trage, der ich mich nicht entziehen kann.

Ich werde die Bedürfnisse des Kindes und meine sexuellen Bedürfnisse als Erwachsener stets auseinander halten. Auch meine sexuelle Vorstellungswelt (Prinzip der Gedankenfreiheit) und meine sexuelle Lebensrealität (kein Sex mit Kindern) werde ich strikt voneinan-der trennen und keinerlei Vermischungen zulassen.

4.) Kein Sex mit Kindern und keine Kinderpornographie

Ich werde die Kinder vor meiner eigenen Sexualität schützen und niemals ein Kind oder einen Jugendlichen sexuell anfassen. Außerdem werde ich keine kinder- und jugendpornographischen Erzeugnisse benutzen oder zu deren Verbreitung beitragen.

5.) Eigenverantwortung

Ich ganz allein bin dafür verantwortlich, ob ich meine Sexualität auslebe oder nicht. Diese Verantwortung kann ich auf niemanden abschieben ‒ weder auf die Gesellschaft, noch auf meinen Therapeuten und schon gar nicht auf das Kind. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit ich niemals ein Kind sexuell missbrauchen werde.

Den Umgang mit Kindern werde ich nur dort suchen, wo ich mir absolut sicher bin, dass ich meine sexuelle Selbstkontrolle unter allen Umständen einhalten kann. Wo ich dies nicht gewährleisten kann, werde ich den Kontakt mit Kindern meiden.

6.) Annahme von therapeutischer Hilfe

Wenn ich merke, dass mir meine sexuelle Selbstkontrolle zu entgleiten droht, werde ich mich sofort in ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung begeben. Bereits im Vorfeld bemühe ich mich um eine realistische Selbsteinschätzung. Sollte ich Probleme haben, verantwortungsvoll mit meiner Sexualität umzugehen, dann werde ich mir das ehrlich einge-stehen. Auch mit meinem Therapeuten gehe ich ehrlich um und werde nicht versuchen, ihm etwas vorzuspielen.

7.) Kritische Selbstreflexion

Ich bin bereit, mein Verhalten im Umgang mit Kindern zu reflektieren und kritisch hinterfra-gen zu lassen. Beschimpfungen oder Beleidigungen werde ich nicht dulden, aber sachlicher und konstruktiver Kritik gehe ich nicht aus dem Weg, sondern werde mich in ehrlicher Weise mit ihr auseinander setzen. Auch ich selbst werde mich immer wieder fragen, ob mein Verhalten und mein Denken mit den Grundsätzen dieses Ehrenkodex im Einklang steht.

8.) Kein falscher Corpsgeist

Die Schutzbedürfnisse der Kinder bewerte ich höher als die Solidarität unter Pädophilen. Sexuelle Handlungen an Kindern werde ich niemals decken, gutheißen oder in irgendeiner Form unterstützen. Dennoch werde ich nicht vorschnell über Menschen urteilen. Wer in der Vergangenheit straffällig wurde, seine Fehler bereut und ernsthaft bemüht ist, sein Verhalten zu ändern, hat ein Recht auf Hilfe. Solche Menschen werde ich unterstützen. Wer aber Kinder gezielt missbraucht und dafür nach Rechtfertigungen sucht, hat jeden Anspruch auf Solidarität verwirkt.

9.) Dialogbereitschaft

Ich bin bereit zum konstruktiven und respektvollen Dialog mit Menschen, die mit dem Thema Pädophilie zu tun haben oder davon betroffen sein könnten. Dazu gehören Kinder, Eltern, Pädagogen, Ärzte und Therapeuten, Juristen, Politiker und Menschen, die selbst Opfer sexueller Gewalt wurden. Ich nehme die Ängste und die Sorgen dieser Menschen ernst und werde gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen suchen.

10.) Auftreten in der Öffentlichkeit

Ich bin mir bewusst, dass ich durch mein persönliches Verhalten mitverantwortlich bin für das Ansehen pädophiler Menschen in der Öffentlichkeit. Wo immer ich kann, werde ich dazu beitragen, das Klischee vom gefährlichen Triebtäter abzubauen und den Leuten zu zeigen, dass nicht jeder pädophil empfindende Mensch zum Missbrauchstäter wird. Dabei setze ich nicht auf Provokation oder Polemik, sondern auf Geduld und Güte, auf die Kraft der Argumente und die Wirkung meines persönlichen Beispiels.


Mir ist bewusst, dass hinter diesem Ehrenkodex ein hoher Anspruch steht. Dennoch bin ich bereit, mich an diesen Maßstäben messen zu lassen und die volle Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Die Gewissheit, dass ich damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Kinder leiste, gibt mir die Kraft, mein Schicksal mit Würde zu tragen. Ich werde mir keine utopischen Ziele abverlangen, sondern nach besten Kräften versuchen, mich weiterzuentwickeln und an meinen Aufgaben zu wachsen. Mit Disziplin und Durchhaltevermögen verfolge ich meine Ziele.